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Süsses kleines Beuteltier gibt dem „kleinen Tod“ eine neue Bedeutung News

Süsses kleines Beuteltier gibt dem „kleinen Tod“ eine neue Bedeutung

Written by Matt Keeley on January 12, 2016
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Jeder weiß, dass Australien voller gefährlicher Tiere ist… Aber diese erst kürzlich entdeckte Art ist nur zu sich selbst gefährlich – und zwar wegen ihrer Vorliebe zu tödlichen Orgien. Ernsthaft!

Es wurden erst kürzlich zwei neue Arten der Breitfuß-Beutelmaus (oder für die rattigen unter euch: Antechinus) entdeckt. Wie der Name schon sagt, sind dies Maus-ähnliche Beuteltiere. Sie sind knuffig, pelzig und die Männchen sterben nach einer jährlichen statt findenden, zwei Wochen andauernden Orgie, nachdem ihr Immunsystem versagt.

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Gary Cranitch, Queensland Museum

Wie sich herausgestellt hat, ist das ein clevere Strategie der Evolution. Da die Weibchen es mit vielen unterschiedlichen Partner machen, entscheidet die Sperma-Konkurrenz den Kampf ums Überleben. So befruchtet das Sperma des stärksten Männchens das Ei des Weibchens. Der Tod danach ist für die Männchen dann auch kein schneller: Wenn ihr Immunsystem versagt bekommen sie Blutungen, das Fell fällt ihnen aus und sie stolpern blind in der Gegend herum und versuchen trotzdem noch weiter zu poppen. Immer nur poppen, poppen und poppen bis zum Tod. Was für ein schöner Tod!

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Alan Crouch

Dazu kommt: Die schwächeren Männchen sterbend diesen schmerzvollen Tod meist umsonst. Auch nachdem sie völlig erschöpft vom vielen poppen sind ist es sehr unwahrscheinlich, dass eins der Weibchen ihre Jungen von ihnen austrägt. Es klingt vielleicht nicht fair, aber die nächste Generation wird von einer Handvoll der stärksten Männchen gezeugt.

Aber es gibt noch schlimmere Nachrichten für die Breitfuß-Beutelmäuse: Fünf der 15 Arten sind vom Aussterben bedroht und Wissenschaftler versuchen weitere auf die Liste der bedrohten Tierarten zu setzen – eine der beiden kürzlich entdeckten Arten gehört dazu.

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Zu der sowieso schon kurzen Lebenserwartung kommt noch hinzu, dass died Wälder in denen die Beutetiere leben zunehmend abgeholzt werden. Das in Kombination damit, dass sie nur nachtaktiv sind macht es sehr schwer, die Tiere zu schützen. Die Tiere leben innerhalb eines kleinen Gebietes, und ein Feuer oder andere Katastrophe könnte sie einfach auslöschen…. Und das gilt auch für die Arten, die wir noch gar nicht entdeckt haben.

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