Vagina aus dem All der FIFA tötet 4000 Männer, während Menschenrechtsaktivisten über ein Sport-Videospiel jammern
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Vagina aus dem All der FIFA tötet 4000 Männer, während Menschenrechtsaktivisten über ein Sport-Videospiel jammern

Written by R. S. Benedict on January 12, 2016
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Internet-Kommentatoren sind in Testosteron-Tränen ausgebrochen, nach dem Electronic Arts (EA) – führender Hersteller und Anbieter von Computer- und Videospielen – angekündigt hat, in der kommenden Ausgabe des Videospieles FIFA 16 das erste mal auch weibliche Spieler einführen zu wollen. „Das will doch keiner“ schrieb einer der sonst eigentlich bestimmt ein ganz Lieber ist. Ein anderer hat mit seinen sicher muskelbepackten Fingern den überaus männlichen Tweet gepostet: „Zuerst haben die Frauen das Paradies ruiniert, nun ruinieren sie die FIFA!“  Wenn man diesen angepassten Macho-Frauen-Hassern glauben schenkt, dann stellen diese digital gerenderten weiblichen Charaktere mit ihren ruckelnden Bewegungen einen ernsthaften Angriff auf „König Fußball“ und eine Bedrohung der Männlichkeit sich dar. KEINE Bedrohung für die Männlichkeit? Der drohende Tod von mindestens 4.000 Männern, die gerade die Weltmeisterschaft 2022 in Katar vorbereiten.

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Nach Schätzungen des internationalen Gewerkschaftsbundes werden bis zur Fertigstellung von Lusail City 4.000 Arbeiter ums Leben kommen. Vier tausend Menschen werden dem Bau einer riesigen, glänzenden Cyber-Pussy geopfert (so viele wie bei den Anschlägen vom 9.11.2013). Es klingt wie ein Kapitel aus einem dystopischen Roman eines Menschenrechtsaktivisten. Paul Elam leidet unter Albträumen, seit er durch eine durchfallbedingte Dehydrierung ohnmächtig wurde. Vier tausend Männer werden sterben, um eine übergroße Vulva in der Mitte der Wüste zu bauen. Wenn dieses menschliche Opfer in der Größenordnung einer Kleinstadt die Gemüter unserer maskulinen Sport-Fans erregt, dann zeigen sie es wohl nicht. Die Männer, die im Horror der digitalen Versprechungen von Abby Wambach taumeln, sind nicht entrüstet über die schamlose Ausnutzung der Gastarbeiter in Katar, kein Besorgnis darüber, dass das heiße Klima eine Gefahr für die Gesundheit der Sportler darstellen könnte und keine Empörung über die Bestechungen und Korruption die die Weltmeisterschaft in diese drückend heiße Hölle gebracht hat. Für diese Sportfans ist die Anwesenheit von virtuellen Frauen schlimmer als der wirkliche Mord an Menschen. So wie eine bestimmte Gruppe von Spielern die aus einer übelriechenden Ecke des Internets hervorkommt, wollen diese Fußballfans ihr Hobby unbefleckt lassen von den Problem wie Identitäts-Politik oder Menschenrechts-Verstößen oder das Frauen existieren. Unterhaltung muss a-politisch bleiben. Sie sagen, ein Mann sollte nicht an Feminismus oder menschliche Versklavung denken, wenn er FIFA 16 spielt. Er soll einfach auf seinem Sofa sitzen, beim flimmernden Licht des Fernsehens. Und mit seinen Bällen spielen. Hirnlos und alleine.

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